Dienstag, 10. Februar 2015, 19:00 Uhr, Künstlerhaus am Lenbachplatz
Prof. Dr. med. Thomas Bronisch, München
„Der Selbstmord in der Kunst“
Die Darstellung des Selbstmordes  in der bildenden Kunst spiegelt soziale, kulturelle, religiöse und philosophische Haltungen zum Selbstmord wider. In jedem Kunstwerk steckt der Zeitgeist seiner Epoche. Hinter diesen mehr gesellschaftlichen Aspekten des Kunstwerkes findet sich zumeist auch eine persönliche Bedeutung für den Künstler und eine eigene Einstellung zum Selbstmord. Motive und Interessen des Künstlers gehen aber auch über das eigentliche Thema des Selbstmordes hinaus.
Die Darstellung der Selbstmorde wird nach Themen und  historischen Epochen, beginnend mit der Antike und der Bibel, endend mit der Kunst nach 1945 gegliedert. Epoche übergreifend werden einzelne Themen abgehandelt, die immer wieder in der Geschichte und Kunst auftauchen, z. B. der Selbstmord des Ajax oder der Selbstmord der Lucretia, wobei Beispiele von mehreren Bildern gegeben werden.