Dienstag, 9. Oktober 2018, 19:00 Uhr, Münchner Künstlerhaus am Lenbachplatz
Dr. Stefan Schmitt, Burghausen
"Gustav Klimt - Wiener Secession und Kampf um die moderne Kunst"
Gustav Klimt ist ein berühmter Meister der "Belle Epoque" und einer der populärsten
Meister der Moderne schlechthin. Als Mitbegründer der Wiener Secession zählte er zu
den umstrittensten Künstlern der K.u.K.-Monarchie. Sowohl gefeiert als auch von
gegnerischen Kritikern heftig bekämpft gründet sein Ruhm in Werken wie dem
"Beethovenfries", "Der Kuss" oder seinen dekorativen und faszinierenden Porträts,
die er von den Damen des Wiener Großbürgertums anfertigte. Als Symbolist und
Erneuerer der Kunst ist Klimt wesentlich tiefgründiger als es seine so bravourös-
ästhetischen Werke auf den ersten Blick ahnen lassen. Als "Moderner" stand er
inmitten der Auseinandersetzungen um die neue Kunst und seine Affären waren
im Wien der späten Kaiserzeit Tagesgespräch. Sein Leben erscheint geradezu
exemplarisch für den modernen "autonomen" Künstler schlechthin.
Der Vortrag stellt Leben und Werk im zeitgenössischen Kontext dar.