Dienstag, 14. Februar 2017, 19:00 Uhr, Künstlerhaus am Lenbachplatz
Dr. Cornelia Oelwein, Historikerin in München
"Max Littmann (1862–1931). Architekt, Baukünstler, Unternehmer"

Max Littmann (1862-1931) zählt zu den Stararchitekten seiner Zeit und gilt noch heute als einer der profiliertesten Baumeister der Jahrhundertwende um 1900. In seiner Wahlheimat München bezeugt eine ganze Reihe bedeutender Werke das Können des gebürtigen Chemnitzers – seien es das Hofbräuhaus oder das Prinzregententheater, Bierhallen und Geschäftshäuser, die Warenhäuser Oberpollinger und Hermann Tietz (= Hertie am Bahnhof), Verbindungshäuser und Banken, prachtvolle Privatvillen oder modernste medizinische Einrichtungen wie die Anatomie, die Maßstäbe für die Zukunft setzten. Und wie kein zweiter hat Max Littmann mit seinen Neubauten das Bild des Kurbades Kissingen geprägt. Daneben hat er in ganz Deutschland und sogar über dessen Grenzen hinaus Theaterbauten errichtet, die noch heute als epochal gelten. Seine Theaterschöpfungen reichen von Neustrelitz bis Bozen, von Posen über Berlin bis Stuttgart. Es gab kaum einen architektonischen Bereich, in dem er nicht tätig geworden wäre.