Dienstag, 24. Januar 2017, 19:00 Uhr, Künstlerhaus am Lenbachplatz
Ministerialrat a.D. Erhard Karl
"Media in vita in morte sumus" (Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen)

Thema des Abends sind die Vanitas-Symbolik und die "Memento mori-Kultur" in darstellender Kunst, Malerei, Musik und Literatur von der Antike bis in unsere heutige Zeit. Klagen über die Vergänglichkeit des Lebens haben – oft mit dezidiert christlich­eschatologischem Hintergrund und verbunden mit jenseitigen Hoffnungen – die Menschen und vor allem die Künstler seit eh und je inspiriert. Sie regen zu einem kulturgeschichtlichen Spaziergang durch die Jahrhunderte an. Dabei soll – ausgehend vom Tod von Ötting – von antiken Mosaiken und Totentanzdarstellungen vom Mittelalter bis in die Moderne, über Gemälde, Texte, Epitaphien und Ars moriendi-Literatur bis hin zum Studentenlied "Gaudeamus igitur", zum Potsdamer "Üb' immer Treu und Redlichkeit" und zum Musical "Elisabeth" dieses Genre exemplarisch aufgezeigt werden.