Dienstag, 7. November 2017, 19:00 Uhr, Künstlerhaus am Lenbachplatz
Michael Kubitza, München
"Monacum mortuum - München als Friedhofsstadt"
In München möchte man nicht tot übern Zaun hängen?
Das muss man auch nicht: Die Stadt hat 29 Friedhöfe mit etwa 200.000 "Bewohnern" - 29 Viertel einer imaginären Totenstadt, jedes mit eigenem Charakter, eigener
Geschichte und unzähligen Versunkenen Geschichten.
Im Zentrum des Vortrags von Michael Kubitza, BR-Journalist und Historiker, stehen die großen Friedhofsprojekte der Zeit um 1900, mit denen der Stadtplaner
Hans Grässel international Aufsehen erregte - die ebenso romantische wie pragmatische Idee eines Waldfriedhofs, die sozialvisionäre, von der Ironie der Geschichte
bitter heimgesuchte Anlage des Ostfriedofs, und schließlich der neue Nordfriedhof, der Thomans Mann zu Großem inspirierte.