Dienstag, 16. Mai 2017, 18:30 Uhr, Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Schönfeldstr. 5, 81549 München
Dr. Gerhard lmmler
"Verschlüsselt – Geheimschriften und Chiffren vom 16. bis zum 18. Jahrhundert"

Geheimschriften wurden schon im Altertum verwendet. Dabei sind zwei Verfahren grundsätzlich zu unterscheiden: Die unsichtbaren Schriften, die erst bei besonderer Behandlung des Beschreibstoffes sichtbar werden, und die verschlüsselten oder Chiffrenschreiben. Bei den letzteren ist die Ersetzung der Buchstaben des Klartextes durch andere Buchstaben desselben Alphabets die älteste Methode, die angeblich schon Gaius Julius Caesar (100 - 44 v. Chr.) benützte. Der Vortrag stellt anhand von verschlüsselten Schreiben und Chiffriertabellen aus der Zeit vom frühen 16. bis zum 18. Jahrhundert dar, wie die Technik der geheimen Kommunikation in dieser Zeit weiterentwickelt wurde: Von der einfachen Ersetzung der Buchstaben durch andere oder durch frei erfundene Zeichen über Erweiterungen dieses Grundsystems mittels Auswahlmöglichkeiten und zum Schein eingestreuter Zeichen ohne Bedeutung bis hin zu den Codebüchern des 18. Jahrhunderts.

Dr. lmmler, leitender Archivdirektor, zeigt uns einige Exponate!