Satzung

Satzung des Münchener Altertumsvereins e.V. von 1864

§ 1 Name und Sitz des Vereins

Der Verein führt den Namen „Münchener Altertumsverein e.V. von 1864“
Er hat seinen Sitz in München.

§ 2
Zweck des Vereins

Der Münchener Altertumsverein e.V. von 1864 ist ein Zusammenschluß von Freunden der Kunst und Altertumskunde mit dem Zweck, Verständnis und Liebe für alle Zweige alter Kunst und das Sammeln von Kunst und Kunstobjekten zu pflegen und zu fördern.

§ 3
Gemeinnützigkeit

Der Münchener Altertumsverein e.V. von 1864 verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zielsetzungen im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung und zwar durch Förderung von Kunst und Kultur, sowie kunstwissenschaftliche Weiterbildung und Forschung.
Der Satzungszweck wird verwirklicht durch regelmäßig stattfindende Vorträge und Fachabende, Führungen, Studienfahrten und Besichtigungen von kunstgeschichtlich bedeutsamen Sammlungen und Stätten.
Der Verein ist selbstlos tätig, verfolgt also nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen berücksichtigt werden.

§ 4
Ordentliche Mitgliedschaft

Die ordentliche Mitgliedschaft kann erworben werden von natürlichen und juristischen Personen, die einen schriftlichen Antrag an den Vorstand gestellt haben.
Der Antrag soll von zwei Vereinsmitgliedern befürwortet sein und Angaben über die Kunst- oder Sammelinteressen des Antragstellers enthalten. Das Aufnahmegesuch ist an mindestens zwei Vereinsabenden aufzulegen.
Wenn kein für den Verein stichhaltiger Einspruch erhoben wird, erfolgt die Aufnahme durch den Beschluß der Vorstandschaft. Falls von mindestens zwei ordentlichen Vereinsmitgliedern Einspruch eingelegt wird und der Bewerber sein Aufnahmegesuch nicht zurückzieht, entscheidet die nächste Mitgliederversammlung. Die Aufnahme gilt mit der Entrichtung des Jahresbeitrags als vollzogen.

§ 5
Ausserordentliche Mitglieder

Ordentliche Mitglieder können zu Ehrenmitgliedern ernannt werden, ebenso Personen, die sich besondere Verdienste um den Verein erworben haben. Die Ernennung erfolgt auf Vorschlag der Vorstandschaft durch Beschluß der Mitgliederversammlung.
Die Ehrenmitglieder genießen alle Rechte der ordentlichen Mitglieder, sind jedoch nicht zur Zahlung von Mitgliedsbeiträgen verpflichtet.

§ 6
Rechte und Pflichten der Mitglieder

1. Die Mitglieder sind berechtigt, von allen Einrichtungen des Vereins Gebrauch zu machen, an allen Veranstaltungen teilzunehmen und in den                         Mitgliederversammlungen ihr Stimmrecht auszuüben. 

    Jedes Mitglied kann zu den Veranstaltungen Gäste einführen; diese sollten dem Vorsitzenden vorgestellt werden, der sie den anwesenden Mitgliedern

    bekannt macht. 

2. Von den Mitgliedern des Vereins wird erwartet, dass sie den Verein in seinen Bestrebungen unterstützen und fördern.

3. Der Mitgliedsbeitrag ist im ersten Kalendervierteljahr fällig.

§ 7
Ende der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft erlischt

1. durch Tod; 

2. durch schriftliche Erklärung des Austritts zu Händen des Vorstandes spätestens drei Monate vor Ablauf des Kalenderjahres;

3. wenn das Mitglied trotz erfolgter Mahnung mit der Zahlung von mehr als zwei Jahresbeiträgen im Rückstand ist;

4. durch Ausschluß, der von der Mitgliederversammlung beschlossen werden kann, wenn ein Mitglied nicht auffindbar ist oder durch sein Verhalten den Interessen des            Vereins zuwider handelt. Die geheime Abstimmung über den Ausschluß erfordert eine 3/4 Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder.

§ 8
Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind
1. die Vorstandschaft
2. die Mitgliederversammlung


§ 9
Vorstandschaft

1. Die Vorstandschaft besteht aus bis zu neun Mitgliedern:
dem 1. Vorsitzenden und einem oder zwei Stellvertretern
dem Schriftführer und seinem Stellvertreter
dem Schatzmeister und seinem Stellvertreter
den beiden Beisitzern

2. Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung jeweils für drei Jahre in geheimer Abstimmung gewählt und sind nach Ablauf der Wahlperiode wieder wählbar. Für die Wahl sind 2/3 der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich. Wird im ersten Wahlgang eine 2/3 Mehrheit nicht erreicht, so entscheidet die einfache Mehrheit, bzw. die Stichwahl.
3. Der Verein wird gerichtlich und aussergerichtlich durch zwei Mitglieder des Vorstands, darunter der

1. Vorsitzende und ein stellvertretender Vorsitzender vertreten. Rechtsgeschäfte mit einem Geschäftswert über DM 2.000,- sind für den Verein nur verbindlich, wenn die Zustimmung der beiden Beisitzer hierzu schriftlich erteilt ist.

4. Der Schriftführer -oder sein Stellvertreter führt über sämtliche Veranstaltungen des Vereins ein
Protokollbuch und fertigt von allen Mitgliederversammlungen ein Protokoll an, das vom jeweiligen Versammlungsleiter mitzuunterzeichnen ist.

5. Der Schatzmeister verwaltet das Vereinsvermögen und wird von seinem Stellvertreter dabei unterstützt.

6. Die Richtigkeit der Rechnungsführung wird von zwei vom Vorstand unabhängigen Kassenprüfern festgestellt. Sie werden durch die Mitgliederversammlung gewählt.

7. Für den Fall, daß der Inhaber eines Vorstandsamtes während seiner Amtzeit ausfällt, kann der Vorstand, das freigewordene Vereinsamt durch Mehrheitsbeschluß einem anderen Vorstandsmitglied übertragen.

8. Der Vorstand übt seine Tätigkeit ehrenamtlich aus.

§ 10
Vorstandssitzungen

Vorstandssitzungen sind einzuberufen, wenn das Interesse des Vereins es erfordert, oder wenn mindestens drei Vorstandsmitglieder dies beantragen. Die Zusammenarbeit innerhalb der Vorstandschaft soll dadurch intensiviert werden.

Die Vorstandschaft ist beschlußfähig, wenn mindestens die Hälfte ihrer Mitglieder anwesend ist. Sie faßt alle Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Sitzungsleiters.

Die Vorstandschaft kann einzelne ihrer Mitglieder oder Mitglieder des Vereins mit Sonderaufgaben betrauen.

§ 11
Mitgliederversammlung

Sie findet alljährlich im ersten Drittel des Geschäftsjahres statt.
Die Mitgliederversammlung hat folgende Aufgaben:
1. Entgegennahme des Jahresberichtes des Vorsitzenden, des Schatzmeisters und des Schriftführers und der Kassenprüfer;
2. Entlastung der Vorstandschaft für das abgelaufene Geschäftsjahr;
3. Neuwahl der Vorstandschaft;
4. Wahl der Kassenprüfer;
5. Beschlußfassung über Satzungsänderungen. Sie erfordern eine 3/4 Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen.
6. Besondere Anträge seitens des Vorstandes oder der Vereinsmitglieder. Anträge sind dem Vorsitzenden bis sieben Tage vor der Versammlung schriftlich einzureichen;
7. Verschiedenes;

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Sämtlich Beschlüsse bedürfen, soweit das Gesetz oder diese Satzung nichts anderes vorschreiben, der einfachen Mehrheit der erschienenen Mitglieder.
Sämtliche Mitgliederversammlungen werden vom 1. Vorsitzenden, bei Verhinderung von einem seiner Stellvertreter einberufen und geleitet. Die schriftliche Einladung muß unter Bekanntgabe der Tagesordnung mit einer Frist von mindestens zwei Wochen sämtlichen Mitgliedern zugestellt werden.

Eine Übertragung des Stimmrechts ist durch schriftliche Vollmacht zulässig, eine Person kann aber nur bis zu drei Stimmen auf sich vereinigen.

§ 12
Ausserordentliche Mitgliederversammlung

Der Vorstand kann jederzeit eine ausserordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Diese muß einberufen werden, wenn das Interesse des Vereins dies erfordert oder wenn die Einberufung von einem Drittel aller Mitglieder schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe vom Vorstand verlangt wird.

Für die ausserordentliche Mitgliederversammlung gelten die Bestimmungen des§ 11 dieser Satzung.

§ 13
Ehrenrat

Der auf der Mitgliederversammlung gewählte, aus drei Personen bestehende Ehrenrat hat die Aufgabe, Differenzen der Mitglieder untereinander oder mit den Organen des Vereins auszugleichen. Die Mitglieder des Ehrenrats können nicht zugleich dem Vorstand angehören.

§14
Auflösung des Vereins

Die Auflösung des Vereins kann nur in einer zu diesem Zweck besonders einberufenen Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von lt. BGB mindestens 3/4 Stimmen der anwesenden Mitglieder beschlossen werden.
Die Abstimmung erfolgt in geheimer Wahl.
Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes darf das Vermögen nur an den Freistaat Bayern fallen, mit der Auflage, es ausschließlich und unmittelbar für Zwecke des Bayerischen Nationalmuseums zu verwenden
oder an die Landeshauptstadt München, mit der Auflage, es ausschließlich und unmittelbar für Zwecke des Münchner Stadtmuseums zu verwenden
oder an den Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V., mit der Auflage, dieses ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke zu verwenden.
Die Entscheidung hierüber ist der letzten Mitgliederversammlung vorbehalten.

München, den 14. Juli 1988
Die Vorstandschaft


Der Verein ist unter Nr. VR 221 am 3. 3. 1904 in das Vereinsregister des Amtsgerichts München eingetragen.

Diese Satzung wurde am 27. Juni 1988 von der Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen.